{"id":35,"date":"2017-10-16T13:42:17","date_gmt":"2017-10-16T13:42:17","guid":{"rendered":"http:\/\/new.djohndorf.de\/?page_id=35"},"modified":"2017-11-07T15:58:41","modified_gmt":"2017-11-07T14:58:41","slug":"historischer-pfad","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dj-ohndorf.de\/?page_id=35","title":{"rendered":"Historischer Pfad"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-129 size-full\" src=\"http:\/\/new.djohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/abstrakte-Karte.jpg\" alt=\"Karte historischer Pfad\" width=\"1250\" height=\"988\" srcset=\"https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/abstrakte-Karte.jpg 1250w, https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/abstrakte-Karte-300x237.jpg 300w, https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/abstrakte-Karte-768x607.jpg 768w, https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/abstrakte-Karte-1024x809.jpg 1024w, https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/abstrakte-Karte-190x150.jpg 190w\" sizes=\"auto, (max-width: 1250px) 100vw, 1250px\" \/><\/p>\n<h2>Alte Schule<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-136 size-full\" src=\"http:\/\/new.djohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_alte_schule.jpg\" alt=\"Alte Schule Ohndorf\" width=\"600\" height=\"700\" srcset=\"https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_alte_schule.jpg 600w, https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_alte_schule-257x300.jpg 257w, https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_alte_schule-129x150.jpg 129w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Das denkmalgesch\u00fctzte Geb\u00e4ude wurde im Jahr 1909 als Schulneubau mit Lehrerdienstwohnung\u00a0und Glockenturm sowie mit dem Nebengeb\u00e4ude als Wirtschaftsgeb\u00e4ude\u00a0von der Gemeinde Ohndorf gebaut.<\/p>\n<p>Zuvor befand sich auf diesem Gel\u00e4nde ein<\/p>\n<p>zweist\u00f6ckiger Schulbau, der 1841 errichtet wurde und der genau den Platz des heutigen Vorgartens einnahm. Dieses Geb\u00e4ude wurde im Zuge des Neubaus abgerissen.<\/p>\n<p>Wann Ohndorf eine Schule erhielt, l\u00e4sst sich nicht genau ermitteln. Wahrscheinlich Anfang 1700, mit dem Lehrer Tatge, der 1777 im 84. Lebensjahr verstarb. Die Schule wurde einklassig gef\u00fchrt. Alle Schulkinder waren w\u00e4hrend der Unterrichtszeit in einem Raum vereinigt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts besuchten 60 \u2013 70 Kinder die Dorfschule. Nach dem 2. Weltkrieg in den Jahren 1946\/47 stieg die Sch\u00fclerzahl durch den Zuzug zahlreicher Fl\u00fcchtlingsfamilien auf 123 Kinder. Dadurch ergab sich die Notwendigkeit eine zweite Lehrerstelle zu besetzen. Mit dem Beginn des Jahres 1970 wurden im Landkreis Schaumburg die kleinen Landschulen zu Mittelpunktschulen zusammengelegt. F\u00fcr Ohndorf bedeutete dies den Zusammenschluss mit dem Schulverbund Haste. Rudolf Zapke war der letzte Lehrer in Ohndorf.<\/p>\n<p>Die Ohndorfer Schulen wurde nach dem Abriss der St. Catherina Kapelle im Jahre 1806 auch f\u00fcr kirchliche Zwecke genutzt. Im Zuge der Dorferneuerungsma\u00dfnahme erfolgte 1989 ein Umbau der alten Schule zu einem Dorfgemeinschaftshaus f\u00fcr die B\u00fcrger und Vereine von Ohndorf. Heute ist die alte Schule Tr\u00e4ger des d\u00f6rflichen Gemeindelebens.<\/p>\n<h2>Alte Scheune<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-137 size-full\" src=\"http:\/\/new.djohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_alte_scheune.jpg\" alt=\"Alte Scheune Ohndorf\" width=\"600\" height=\"700\" srcset=\"https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_alte_scheune.jpg 600w, https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_alte_scheune-257x300.jpg 257w, https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_alte_scheune-129x150.jpg 129w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Die unter Denkmalschutz stehende Scheune geh\u00f6rt wohl zu den \u00e4ltesten b\u00e4uerlichen Bauwerken von Ohndorf und zu einem der \u201ealten Meierh\u00f6fe\u201c.<\/p>\n<p>Das Meierwesen hatte sich aus dem Lehnswesen entwickelt. Je nach Gr\u00f6\u00dfe des Hofes unterschied man Vollmeier, die zwischen 90 und 120 Morgen Land besa\u00dfen, Halbmeier, K\u00f6tner und Brinksitzer. Die K\u00f6tner hatten ein eigenes Haus und einige Morgen Land, die Brinksitzer nur ein Haus und einen Grasgarten.<\/p>\n<p>Dieses Bauwerk wurde als 2-St\u00e4nder-Fachwerkhaus im Jahre 1834 errichtet und diente dem Hof Nr. 1 der Familie Riechers als Scheune.<\/p>\n<p>Vorhandene alte Fundamente auf dem Grundst\u00fcck deuten auf eine \u00e4ltere, sicher auch auf eine vorgeschichtliche Besiedlung hin. Das im Jahr 2011 in Hohnhorst entdeckte Urnengr\u00e4berfeld weist auf eine Besiedlung, auch in Ohndorf, bereits in der vorr\u00f6mischen Eisenzeit etwa um das 5. bis 3. Jahrhundert vor Christi Geburt hin. Wir sprechen also von einer Besiedlung seit mehr als 2500 Jahren. Das Ohndorfer Umfeld mit Wasser- und Fischreichtum der \u201eAlten Aue\u201c sowie den besonders fruchtbaren Ackerb\u00f6den lassen diesen R\u00fcckschluss zu.<\/p>\n<p>Hier k\u00f6nnte einmal eine germanische Adelsfamilie gelebt haben, die wohl auch im Zusammenhang mit dem der Sage nach existenten Nonnenkloster \u201eSt. Catharina\u201c von Ohndorf steht. Vielleicht sind die bis 1834 sichtbaren Klosterreste im Zusammenhang mit den alten Fundamenten auf diesem Grundst\u00fcck zu sehen.<\/p>\n<h2>St. Catharina<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-138\" src=\"http:\/\/new.djohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_st_catharina.jpg\" alt=\"Taufstein Ohndorf\" width=\"600\" height=\"700\" srcset=\"https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_st_catharina.jpg 600w, https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_st_catharina-257x300.jpg 257w, https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_st_catharina-129x150.jpg 129w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Laut einer Sage war in Ohndorf ein v\u00f6llig unbekanntes Nonnenkloster. Erbaut angeblich von einer Nonne Namens \u201eCatharina von Oenerup\u201c, die daf\u00fcr ein ganzes Verm\u00f6gen gab. Nach ihr trug das Kloster den Namen \u201eSt. Catharina\u201c. Das Kloster muss aber schon im 14. Jahrhundert zerst\u00f6rt worden sein. Wie, wann genau und warum l\u00e4sst sich nicht feststellen.<\/p>\n<p>Noch 1834 sollen Reste des Klosters in Ohndorf sichtbar gewesen sein. Die Stra\u00dfe in Ohndorf soll Klosterstra\u00dfe und die Kolonie 1, 6 und 7 sollen Kloster genannt worden sein.<\/p>\n<p>Hier auf dem Grundst\u00fcck Kapellenstra\u00dfe 15 stand bis vor gut 200 Jahren die alte Kapelle, die der Hl. Catharina geweiht war. Die 1294 erbaute Kapelle war 46 Fu\u00df lang und 22 Fu\u00df breit. Die Mauern bestanden aus behauenen Sandsteinen. Das Dach war mit Ziegeln gedeckt. Ein Altar aus Stein war mit h\u00f6lzernen vergoldeten Bildern geziert. Zur Rechten des Altars war die Sakristei. Zu beiden Seiten standen St\u00fchle, zur Rechten die Frauenst\u00fchle, zur Linken die M\u00e4nnerst\u00fchle. An der Westseite waren ebenfalls M\u00e4nnerst\u00fchle \u00fcber welchen sich die Prieche (Empore) befand. Ein vierseitiger Turm ragte etwa vier Fu\u00df aus dem Dach heraus. Er enthielt eine Glocke, mit der zum Gottesdienst und dreimal t\u00e4glich zum Gebet gerufen wurde.<\/p>\n<p>Der Gottesdienst verlagerte sich immer mehr in die sp\u00e4ter errichtete Kirche in Hohnhorst. In Ohndorf fanden weiterhin regelm\u00e4\u00dfig Gottesdienste statt, festgelegt waren f\u00fcnf im Jahr. Wegen Bauf\u00e4lligkeit erfolgte im Jahr 1806 der Abriss. Von der Kapelle erhalten geblieben ist allein der Taufstein.<\/p>\n<h2>Rodenberger Aue<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-139\" src=\"http:\/\/new.djohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_rodenberger_aue.jpg\" alt=\"Rodenberger Aue Ohndorf\" width=\"600\" height=\"700\" srcset=\"https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_rodenberger_aue.jpg 600w, https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_rodenberger_aue-257x300.jpg 257w, https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_rodenberger_aue-129x150.jpg 129w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Die Rodenberger Aue ist der 28 km lange rechte Nebenfluss der Westaue in Niedersachsen in den Landkreisen Schaumburg und Hameln-Pyrmont. Sie entspringt bei Bakede im S\u00fcntel und vereinigt sich vor Auhagen mit der aus Richtung Sachsenhagen kommenden Aue.<\/p>\n<p>Die Aue wurde fr\u00fcher auch Kerspau oder auch Kaspau genannt. Ein \u00e4lterer Ortsname von Ohndorf lautet: \u201eOldendorpe uppe de Kerspau\u201c.<\/p>\n<p>Vor den vielen Flussregulierungen hatte die Aue urspr\u00fcnglich einen anderen Verlauf. Der Flusslauf gabelte sich in Horsten. Der alte Hauptwasserlauf der \u201eAlten Aue\u201c befand sich in westlicher Richtung und speiste die Bradtm\u00fchle. Zwischen den Wasserl\u00e4ufen hatte sich ein gro\u00dfes Wasser- und Sumpfgebiet gebildet. Der in Ohndorf lebende Historiker Dr. Klaus Schmitz beschreibt daf\u00fcr die Existenz des sogenannten \u201eOhndorfer Meeres\u201c, das den Ort in vorgeschichtlicher Zeit umgab. Dieses \u201eMeer\u201c hatte mehrere Abfl\u00fcsse, zu denen auch die in \u00f6stlicher Richtung verlaufene \u201eOsterriehe\u201c geh\u00f6rte. Die fr\u00fchere Besiedlung von Ohndorf mit H\u00f6fen nur auf den h\u00f6her gelegenen Fl\u00e4chen, sowie alte Flurbezeichnungen best\u00e4tigen diese Annahme. Die Stra\u00dfennamen \u201eDamm- und Fl\u00fctstra\u00dfe\u201c leiten sich ebenfalls aus den fr\u00fcheren geologischen Besonderheiten von Ohndorf ab.<\/p>\n<p>Die Auebr\u00fccke wurde im Jahre 2002 im Rahmen von Hochwasserschutzma\u00dfnahmen neu gebaut. Die fr\u00fcher an der Aue vorhandene Furt &#8211; genutzt z.B. als Durchfahrt, zur Viehtr\u00e4nke und zur Wasserentnahmestelle &#8211; wurde dabei zugesch\u00fcttet.<\/p>\n<p>Bis zur Bebauungsgrenze Ohndorfs besteht das vom Landkreis Schaumburg festgelegte gleichnamige Landschaftsschutzgebiet.<\/p>\n<h2>Bradtm\u00fchle<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-140\" src=\"http:\/\/new.djohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_bradtm\u00fchle.jpg\" alt=\"Bradtm\u00fchle Ohndorf\" width=\"600\" height=\"700\" srcset=\"https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_bradtm\u00fchle.jpg 600w, https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_bradtm\u00fchle-257x300.jpg 257w, https:\/\/dj-ohndorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/ansicht_bradtm\u00fchle-129x150.jpg 129w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Am 30. April 1298 schenkte Graf Johann von Rodenberg-Wunstorf dem Kloster Loccum die \u201eBredenemole sitam iuxta villam Oldendorpe in aqua Kerspaue\u201c. Der Name der Bradtm\u00fchle kommt vom niederdeutschen Namen: Bredenemole (breite M\u00fchle).<\/p>\n<p>Kartografische Unterlagen aus der Zeit vor der wirtschaftlichen Zusammenlegung der Feldfluren im Jahre 1888 lassen erkennen, dass die Rodenberger Aue in alten Zeiten zwei Flussarme hatte. Der Flusslauf gabelte sich hart n\u00f6rdlich der Horster Auebr\u00fccke. Der wasserreiche westliche Flussarm wand sich in nordwestlicher Richtung auf die Bradtm\u00fchle zu. Die Bradtm\u00fchle lag also damals an diesem alten Hauptwasserlauf der \u201eAlten Aue\u201c.<\/p>\n<p>Die Wasserm\u00fchle wurde als Kornm\u00fchle betrieben.<\/p>\n<p>In Land- und Viehschatzregistern der Dorfschaft Riepen der Jahre 1559\/60 taucht der Name erstmals unter der Bezeichnung \u201ede Bratmoller\u201c und \u201eHeneke Bratmoller\u201c auf. Die Eintragungen in Registern der Gemeinde Riepen lassen vermuten, dass der Hof und diese M\u00fchle noch im 16. Jahrhundert zu Riepen geh\u00f6rten.<\/p>\n<p>Im Jahre 1615 wird von dem Besitzer der alten M\u00fchle berichtet, dass die M\u00fchle infolge des Baues der gr\u00e4flichen \u201eHorster M\u00fchle\u201c schon seit Jahren nicht mehr in Betrieb war. Der M\u00fcller mahlte aber zum \u00c4rger des Grafen von Schaumburg klammheimlich f\u00fcr viele Bauern aus Riepen und Ohndorf Korn. Die Folgen waren drastisch und bedeuteten f\u00fcr die Bradtm\u00fchle das Ende: Auf Befehl des Grafen von Schaumburg wurde der alte Hauptwasserlauf der \u201eAlten Aue\u201c abgegraben, sodass die Aue damit ihr heutiges Flussbett bekam. Der \u201eFlahbach\u201c, an dem die Bradtm\u00fchle heute liegt, ist ein \u00dcberbleibsel der \u201eAlten Aue\u201c.<\/p>\n<p><strong>Ein Projekt der Dorfjugend Ohndorf e.V. im Jahr 2013<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alte Schule Das denkmalgesch\u00fctzte Geb\u00e4ude wurde im Jahr 1909 als Schulneubau mit Lehrerdienstwohnung\u00a0und Glockenturm sowie mit dem Nebengeb\u00e4ude als Wirtschaftsgeb\u00e4ude\u00a0von der Gemeinde Ohndorf gebaut. 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